HHStAW Bestand 546

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Hessische Landeszentrale für politische Bildung (HLZ)

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Abt. 504 Nr. 827, 3158, 3425 und 3660

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Zugänge seit 1967

Geschichte des Bestandsbildners

Die Hessische Landeszentrale für Heimatdienst (HLH) entstand, wie die Landeszentralen in anderen Bundesländern auch, vor allem auf Betreiben des Bundeszentrale für Heimatdienst, die sich nach dem Vorbild der Reichszentrale für Heimatdienst der Weimarer Republik der staatsbürgerlichen Aufklärung und Erziehung verschrieben hatte. Gemäß der Entschließung der Ministerpräsidentenkonferenz vom 5. u. 6. Februar 1954 beschloss die hessische Landesregierung am 4. Mai 1954 die Errichtung eines Arbeitsstabes für die Landeszentrale für Heimatdienst im Geschäftsbereich des Hessischen Ministers für Erziehung und Volksbildung. Die in Wiesbaden ansässige HLH nahm im Juni 1954 ihre Tätigkeit auf.
Die HLH wurde als eine nichtrechtsfähige Anstalt des Landes Hessen eingerichtet. Im Mai 1963 benannte die Landesregierung sie um in 'Hessische Landeszentrale für politische Bildung' (HLZ) (StAnz. 1963 S. 597). Seit dem 4. November 1969 ressortiert die Landeszentrale als unterstellte Dienststelle beim Hessischen Ministerpräsidenten - Staatskanzlei. Um die überparteiliche Haltung der Landeszentrale zu gewährleisten und ihre Tätigkeit inhaltlich anzuregen, wurde ihr ein Kuratorium beigeordnet, dem für jede Legislaturperiode neun - nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählte - Abgeordnete des Landtags angehören.
Die Aufgabe der HLZ besteht in der parteiübergreifenden politischen Bildungsarbeit im Lande Hessen. Dem vordringlichen Ziel, das freiheitlich-demokratische Bewusstsein in der Bevölkerung zu fördern, dienen sowohl vielfältige politisch-pädagogische Veranstaltungen und Veröffentlichungen als auch die Unterstützung öffentlicher Einrichtungen und freier Vereinigungen, die sich der politischen Bildung widmen. Grundsätzlich wendet sich die Landeszentrale an alle Bürger des Landes, betreibt jedoch besonders die Schulung und Weiterbildung von Multiplikatoren der politischen Bildung in den Schulen, der Erwachsenbildung, den Universitäten etc.
Die Behörde hat ihren Sitz in Wiesbaden, zunächst Rheinstraße 1, seit 1958 Mainzer Straße 19, seit 1979 in der Rheinbahnstraße 2 und seit 2005 in der Taunusstraße 4-6.
Die Zahl der Referate wuchs seit der Gründung von vier (Publikationen, Nachrichten, politischer Unterricht und Erwachsenenbildung) auf zwischenzeitlich acht (Landeskunde, Europa, Zeitgeschichte/NS, Demokratie, Bildungswesen, Dritte Welt/Medien, Ökologie/Jugend/Parlament/Bundeswehr, Frauen/Migration und Publikationen) an.
Direktoren:
- Dr. Herbert Osieka, 1954-1956
- Wolfgang Schwabe, 1957-1961
- Günther Wollny, 1962-1969
- Dr. Artur E. Bratu, 1970-1976
- Wolfgang Arnold, 1977- 1987
- Dr. Werner Wolf, 1987-1991
- Dr. Konrad Schacht, 1991-1999
- Klaus Böhme, 1999-2003
- Dr. Bernd Heidenreich, 2003-2017
- Dr. Alexander Jehn 2017-

Enthält

Akten seit 1970 mit Schwerpunkt in den 1980er Jahren. Dienststellenleitung, Protokolle der Kuratoriumssitzungen, der Referenten- und diverser länderübergreifender Koordinierungskonferenzen, Seminar- und Publikationstätigkeit, Unterstützung der Jungen Presse Hessen, Ausrichtung von Schülerwettbewerben sowie Druckschriften.

Literatur

Johann Zilien, Politische Bildung in Hessen von 1945-1965. Gestaltung und Entwicklung der politischen Bildung als schulpolitisches Instrument der sozialen Demokratisierung, Frankfurt am Main 1997.

Böhme, Klaus: 50 Jahre politische Bildung in öffentlichem Auftrag. Die Hessische Landeszentrale für politische Bildung 1954 bis 2004. Wiesbaden 2004 (HHStAW Bibliothek XVII, 359)

Findmittel

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

15,625 lfm