HHStAW Bestand 538

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Eichdirektion

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Zugang 21/1998.
Siehe auch Abt. 507!

Geschichte des Bestandsbildners

Im Zuge der Verwaltungsreform zu Beginn der 1950er Jahre wurde mit Wirkung vom 1.12.1950 die Hessische Eichdirektion in Darmstadt geschaffen (StAnz. 1951 S. 4). Ebenso wie die anderen Bundesländern besaß Hessen mit diesem Schritt eine einheitliche Eichverwaltung, welche die im Juli 1946 eingerichteten Eichaufsichtsämter bei den Regierungspräsidenten in Darmstadt und Kassel ablöste. Im Unterschied zur NS-Zeit, während der die Eichverwaltung 'verreichlicht' worden war, unterstand diese obere Landesbehörde nun unmittelbar nachgeordnet dem Hessischen Wirtschaftsministerium. Organisatorisch ist die Hessische Eichdirektion untergliedert in die zwei Abteilungen Eichtechnik (E) und Verwaltung (VE).
Um den Schutz der Verbraucher und die Lauterkeit des Wettbewerbs zu garantieren, ist die Hessische Eichdirektion grundsätzlich verantwortlich für die Richtighaltung von Maß und Gewicht im öffentlichen Verkehr. Diese Aufgabe erfüllt sie gemäß der Gesetzgebung des Deutschen Reiches bzw. der Bundesrepublik Deutschland (bis 1969 das Maß- und Gewichtsgesetz vom 13.12.1935, das Gesetz betr. die elektrischen Maßeinheiten vom 1.6.1898 und das Gesetz über die Temperaturskalen und die Wärmeeinheit vom 7.8.1924; danach die vereinheitlichende Neuregelung mit dem Gesetz über das Mess- und Eichwesen (Eichgesetz) vom 11. 7. 1969). Die Eichdirektion führt sowohl verwaltungsmäßig als auch eichtechnisch die Aufsicht über die ihr nachgeordneten Eichämter. Ferner obliegt ihr die Kontrolle über die öffentlichen Waagen. Sie überwacht u.a. die Arbeit der Hersteller und Instandsetzungsbetriebe von Messgeräten sowie von Schankgeräten und Flaschen. Im geringeren Umfang werden eichtechnische Prüfungen von der Eichdirektion selbst vorgenommen.
Dieser Aufgabenbereich steht im Zentrum der Arbeit der hessischen Eichämter als untere Landesbehörde. Mit Ausnahme des 1948 neu eingerichteten und landesweit zuständigen Eichamts für Glasmessgeräte in Darmstadt sorgen die Eichämter für die Durchführung der gesetzlichen Vorschriften in den einzelnen Landkreisen. Bis 1961 existierten zunächst 12 Eichämter: Darmstadt, Frankfurt a.M., Friedberg, Fulda, Gießen, Hanau, Herborn, Kassel, Korbach, Marburg, Offenbach am Main und Wiesbaden. Seit 1961 erfolgte in mehreren Schritten eine Neugliederung der Eichamtsbezirke, die die Wirtschaftlichkeit der Eichverwaltung stärkte. Zunächst wurden am 1.2.1961 das Eichamt Marburg und am 1.8.1962 das Eichamt Friedberg aufgelöst. Zur heutigen Abgrenzung der Eichamtsbezirke gelangte man am 1.4.1966 mit der Auflösung der Eichämter in Herborn, Korbach und Offenbach.

Enthält

Verwaltungsakten.

Literatur

Hessische Eichdirektion (Hg.), Festschrift anlässlich des 150j. Bestehens der Hessischen Eichdirektion, Darmstadt 1967.

Hessische Eichdirektion (Hg.), 175 Jahre hessische Eichbehörde, Darmstadt 1992.

Findmittel

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

2,75 lfm