HHStAW Bestand 772

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Staatsweingut Hochheim a.M.

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Abt. 777 Staatsweingut Rauenthal.

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Früher Abt. 454/1.
Zgg. 11/1998 u. 24/2007.

Geschichte des Bestandsbildners

Der Hauptkomplex des hessischen Staatsweingüterbestandes geht auf den Reichsdeputationshauptschluss des Jahres 1803 zurück. Die einzelnen Domänen, darunter Hochheim, wurden in einem Steueredikt vom 10./14.02.1809 zu Staatseigentum erklärt und einer Herzoglichen Generaldomänendirektion unterstellt, doch tatsächlich wie Privateigentum behandelt. Nach dem 2. Weltkrieg übernahm das Land Hessen die Verwaltung der Staatsweingüter. Erste schriftliche Erwähnung des Weinanbaus in Hochheim ist im Jahre 1239. 1249 wurden 6 Morgen Weinland in Hochheim verzeichnet, damals noch im Eigentum des Kölner Domkapitels, welches aber 1237 mit allen darauf ruhenden Rechten an das Mainzer Domkapitel verkauft wurde. Weitere Besitzer waren Kloster Tiefenthal, das 1535 den gesamten Besitz den Hochheimer Bürgern verlieh, und der Deutsche Orden. Im 17. und 18. Jahrhundert verfügten viele auswärtige Adelsfamilien, Klöster und geistliche Stifte aus Mainz über 122 Morgen Weinland. Die bekannteste Hochheimer Lage, die Weingärten 'Domdechaney', wurde 1686 von dem Dechanten Christoph Rudolph von Stadion an einen 'öden morastigen' Platz hinter dem Domherrenhof angerodet. Das Weinanbaugebiet wurde bis 1812 auf 2 Hektar vergrößert und fiel mit dem 1803 säkularisierten Kurmainzer Besitz an das nassauische Domanialgut, das seit 1946 hessisches Staatsweingut ist. Heute umfasst das Gebiet der Domäne Schloss Hochheim 17 Hektar auf denen hauptsächlich Riesling angebaut wird. Die Aufgaben des Staatsweingutes bestehen in der Findung neuer Wege in Weinbau, Kellerwirtschaft und Vermarktung. Im Jahre 2006 wurde das Schloss Hochheim wegen schlechten Bauzustandes veräußert. Das Weinland der Domäne Schloss Hochheim wird aber weiter von der in Eltville am Rhein ansässigen Hessischen Staatsweingüter GmbH Kloster Eberbach unter Geschäftsführer Dieter Greiner bewirtschaftet. Aufsichtsratsvorsitzender ist Ministerpräsident Roland Koch.

Findmittel

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

5,375 lfm