HHStAW Bestand 453/8

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Beschreibung

Serie

Bezeichnung

Domanial-Bade- und Brunnenverwaltung

Identifikation (kurz)

Titel

Badeverwaltung Wiesbaden

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners

Der Domänenfiskus war gegen Ende der nassauischen Zeit nahezu alleiniger Besitzer des Wiesbadener Kurhauses. Bis 1857 war ein Großteil der Aktien der Kurhaus-Aktiengesellschaft an ihn übergegangen. Seit 1856 pachtete die 'Aktiengesellschaft zum Betrieb der Kuretablissements zu Wiesbaden und Ems' die Konzession für die Bewirtschaftung des Kurhauses und die Lizenz für den Spielbetrieb von der Kurhaus-Aktiengesellschaft. Unter preußischer Herrschaft sollte der Spielbetrieb jedoch eingestellt werden.
In der Übergangszeit (1867-1872) musste die Spielbankgesellschaft nahezu die Hälfte des Reinertrages in einen Kurfonds einzahlen. Mit Hilfe dieses Fonds und weiterer Mittel erwarb die Stadtgemeinde Wiesbaden 1872 u.a. das Kurhaus, die Kolonnaden, die Kuranlagen und die Burgruine Sonnenberg. Bereits 1868 hatte der Fiskus alle noch in privatem Besitz befindlichen Aktien der Kurhausgesellschaft aufgekauft. An die Stelle der Kurhausaktienkasse trat die Königliche Steuerkasse. Seit dem Kauf der o.g. Einrichtungen durch die Stadt existiert eine städtische Kurverwaltung. Neben den städtischen Kuranlagen gab es aber auch zahlreiche private Einrichtungen. Fiskalische Einnahmen waren neben den Kuranwendungen bis 1872 die Abgaben der Spielbankgesellschaft, ab 1870 oder 1873 die Erhebung von Kurtaxe. 1866 wurde der Grundstein für das 'Militärkurhaus für Badekuren kranker und verwundeter Soldaten', später 'Kaiser-Wilhelm-Heilanstalt' gelegt. Die Einrichtung wurde 1871 fertig gestellt und stand unter Garnisons-Lazarettverwaltung.

Enthält

4 Akten: Rechnung der Badeanstalt

Literatur

Walter Czysz: Vom Römerbad zur Weltkurstadt. Geschichte der Wiesbadener heißen Quellen und Bäder. Wiesbaden 2000 (Schriften des Stadtarchivs Wiesbaden , Band 7).

Marianne Fischer-Dyck: Die alte Kaiser-Wilhelm-Heilanstalt. In: Wiesbadener Leben, 1985/09, S. 27.

F. Grossmann: Statistische Mittheilungen über die Mineralquellen und Badeorte mit Einschluss der Privat-Bade- und Heilanstalten des nassauischen Taunus während des Jahres 1869. Mainz 1870.

Ruth Pasewald: Die Entwicklung des Badewesens der Stadt Wiesbaden von 1816-1914. Diss. Mainz 1999.

Findmittel

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

0,125 m