HHStAW Bestand 338

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Grafschaft Wied-Neuwied

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Der im 19. Jh. gebildete Pertinenzbestand enthält als Kern Teile der über das nassauische Amt Selters ins Archiv gelangten Amtsregistratur. Die zentrale Überlieferung befindet sich im Fürstlich Wiedischen Archiv Neuwied und im Landeshauptarchiv Koblenz.
Die Verzeichnungen zu den Urkunden des Bestandes im HHStAW wurden in den Jahren 2011 bis 2014 im Rahmen eines DFG-Förderprojekts aus Eigenmitteln retrokonvertiert.

Geschichte des Bestandsbildners

Bei den Landesteilungen der Grafschaft Wied von 1595 und 1613 wurde als neues Territorium die Niedergrafschaft Wied gebildet und in der Folge, nach der 1653 gegründeten neuen Residenzstadt Neuwied, Grafschaft Wied-Neuwied benannt. Der Grafschaft Wied-Neuwied der Grafen, seit 1784 Fürsten von Wied-Neuwied, war alter wiedischer Besitz um Rückeroth und Nordhofen und alter Isenburger Besitz um Alsbach und Grenzhausen zugeteilt. Um 1760 wurden diese oberen Landeskirchspiele zu einem Amt Grenzhausen vereinigt, dem 1799 aus dem Erbe der Burggrafen von Kirchberg der Bann Maxsain, ein Anteil an Steinebach und der Beller Hof zugewiesen wurden. Das Fürstentum Wied-Neuwied wurde 1806 mediatisiert und dem Herzogtum Nassau zugeteilt. 1815 fiel Wied-Neuwied an Preußen, während Nassau nur das 1805 von Grenzhausen nach Selters verlegte Amt Selters behielt. Zum Amt Grenzhausen gehörten 1806 die Kirchspiele: a) Maxsain mit Zürbach, Wölferlingen und Freilingen, b) Alsbach mit Hundsdorf, Hilgert und Faulbach, c) Dreifelden mit Langenbaum, Linden, Schmidthahn, Seeburg und Steinebach (wied. Anteil), d) Grenzhausen, e) Nordhofen mit Mogendorf, Vielbach, Quirnbach und Selters, f) Rückeroth mit Goddert, + Stahlhofen, Steinen und Straße, g) Maxsain (Bann Maxsain) mit Freilingen, Wölferlingen und Zürbach sowie aus dem Kirchspiel Altstadt: Steinebach (vormals Sayn-Hachenburger Anteil) und Bellerhof.

Enthält

13 Urkunden 1377-1825
5 m Akten (1240) 1528-1820, meist 18. Jh., vorwiegend Domänen-, Mühlen-, Kirchen- und Schulsachen sowie Freiwillige Gerichtsbarkeit
0,5 m Rechnungen 1800-1816 von Gemeinden, Kirchen und Schulen.

Literatur

Hellmuth Gensicke: Landesgeschichte des Westerwaldes. Wiesbaden 1958 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau, 13), S. 332 ff.

Hellmuth Gensicke: Die Kirchspiele Rückeroth und Dreifelden. In: Nassauische Annalen, 66 (1955), S. 257-265.

Hellmuth Gensicke: Die Kirchspiele Alsbach und Grenzhausen. In: Nassauische Annalen, 68 (1957), S. 246-261.

Walter Wagner, Kurt Strecker: Das Rhein-Main-Gebiet vor 150 Jahren (1787). Darmstadt 1957 (Karte und Erklärungsband).

Anton Josef Weidenbach: Nassauische Territorien vom Besitzstande unmittelbar vor der französischen Revolution bis 1866. Wiesbaden 1870; S. 303-304.

Findmittel

Urkunden: Kartei um 1900

Akten: Repertorium von Hagemann, 1887/1888; ergänzt und überarbeitet von Gensicke und Helfer 1969 (hs.)

Urkunden: Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

5,6 m (13 Urkunden; 5,5 m Akten und Rechnungen)

Deskriptoren

Maxsain

Zürbach

Wölferlingen

Freilingen

Alsbach

Hundsdorf

Hilgert

Faulbach b. Hilgert

Dreifelden

Langenbaum

Linden

Schmidthahn

Seeburg

Steinebach

Höhr-Grenzhausen

Nordhofen

Mogendorf

Vielbach

Quirnbach

Selters:Ww.

Rückeroth

Goddert

Stahlhofen

Steinen

Straße

Bellerhof

Neuwied