HHStAW Bestand 154

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Hofkammer

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Zugang 192/1936: Ablieferung des heutigen Landeshauptarchivs Koblenz betr. die Ämter Atzbach, Braunfels und Hohensolms (Repertorium 3. Band)
An Ordnungsbehelfen waren ursprünglich vorhanden:
1) ein Verzeichnis über die nach dem vorgenannten Edikt an die Nachfolgerbehörden in Wiesbaden abzugebenden Kameral- und (ab S. 142) Renteiakten vom 13. und 22.11.1815 (vgl. ebenda S. 141 und 248),
2) eine teils nach Sachgruppen geordnete, teils nur nach Nummernfolge liegende Findkartei,
3) ein teilweise nur summarisches Ablieferungsverzeichnis der Nummern 396-1052 aus der Zeit um 1900, ergänzt nach 1932 durch Nr. 2288-2580.
Die drei Verzeichnisse wurden auf ihre Genauigkeit und Vollständigkeit überprüft, wobei sich herausstellte, dass das Ablieferungsverzeichnis zu 3) in der Kartei zu 2) enthalten war. Allerdings fehlte in der Kartei ein ungeordneter Aktenrest, der neu verzeichnet werden musste; außerdem waren sämtliche Rechnungen des Bestandes bisher nicht einzeln erfasst. Das Ablieferungsverzeichnis zu 1) machte wegen seiner oft unzureichenden Angaben zahlreiche neue Titelaufnahmen erforderlich. Das Bestreben ging dahin, möglichst die Provenienz wiederherzustellen. Die Abteilung 150 war davon nicht betroffen, da sie im wesentlichen auf der alten Hauptarchiv- und Kabinettsregistratur beruht, und ebensowenig die Abt. 160-165, da diese die lokalen Registraturen erfassen. Aus der Abt. 166/167 sind bereits zu Anfang der 30er Jahre die Akten der Hofkammer zur Abt. 154 gezogen worden. In gleicher Weise wurde für die Neuordnung mit großem Erfolg die Abt. 341 (Sayn-Hachenburg, Behörden) durchgesehen.

Geschichte des Bestandsbildners

Der Bestand Abt. 154 enthält die Akten der Weilburger Hofkammer bis zu ihrem Aufgehen in die Generalsteuer- und die Generaldomänendirektion zu Wiesbaden auf Grund des Edikts vom 9./11.09.1815 (Verordnungs-Sammlung I S. 16). Die Hofkammer begann als eigene Behörde nach dem Dreißigjährigen Krieg mit der Begründung der Rentkammerkasse, wurde allerdings bald wieder der Regierung unterstellt, von der sie niemals ganz unabhängig wurde. Nach einer Übersicht von 1759 gehörten zu ihrer Zuständigkeit, die jedoch schwankte, die Zinssachen, Renovationen und Verpachtungen, Verkäufe, Bausachen, Ausstattung der Soldaten, Manufakturen und Fabriken, Verkehrswesen, Sportel-, Stempel- und Gefällegelder, Löhnungen, Kapitalien, Renteietats und Forstsachen.

Literatur

Irmgard Fritzemeyer: Die Ausbildung einer zentralen Behördenorganisation der Grafen bzw. Fürsten von Nassau-Weilburg. Phil. Diss. Frankfurt a.M. 1942.

Wilhelm Borst: Armenpflege und Anfänge der Sozialfürsorge im Territorium Nassau-Weilburg von der Reformation bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Phil. Diss. Mainz 1952.

Findmittel

Repertorium von Wolf-Heino Struck, 1966

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

130,25 m Akten

Bearbeiter

Wolf-Heino Struck, 1966