HHStAW Bestand 108

  • Zugeordnete Objekte zeigen
  • Drucken
  • Mit Strg+C oder Rechtsklick kopieren.
    Verlinken
  • Versenden
  • Verbessern

Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Vizedomamt Rheingau

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Die Urkunden und Akten sind nach der Säkularisation an Nassau übergegangen. Die Urkunden des Bestandes im HHStAW wurden im Jahr 2013 mit Fördermitteln der DFG retrokonvertiert. Die Akten zu Budenheim wurden an Hessen-Darmstadt abgegeben.

Geschichte des Bestandsbildners

Der Rheingau gehörte bis zur Säkularisation von 1802/03 zu Kurmainz. Er wurde 1769 durch einen adligen beamteten Vitztum nebst einem Landschreiber und Gewaltboten verwaltet und gliederte sich in die vier von der Selbstverwaltung getragenen Amtsschultheißereien Eltville, Geisenheim, Rüdesheim und Lorch. Im Zuge der staatlichen Zentralisierung wurde das Land 1770 in die beiden Amtskellereien Eltville und Rüdesheim geteilt, unter denen für die Gerichtsbarkeit erster Instanz die Amtsvogteien Erbach und Geisenheim gebildet wurden. Zur Amtskellerei Eltville und Amtsvogtei Erbach zählten: Budenheim (links des Rheins), Eltville, Erbach, Frauenstein, Geroldstein links der Wisper, Hallgarten, Hattenheim, Kiedrich, Mittelheim, Neudorf (ab 1935: Martinsthal), Niedergladbach, Niederwalluf, Obergladbach, Oberwalluf, Oestrich, Rauenthal, Schlangenbad rechts des Warmen Bachs; zur Amtskellerei Rüdesheim und Amtsvogtei Geisenheim: Aßmannshausen, Aulhausen, Eibingen, Espenschied, Geisenheim, Johannisberg, Lorch, Lorchhausen, Presberg, Ransel, Rüdesheim, Stephanshausen, Winkel und Wollmerschied.

Enthält

Urkunden 1069-1804 (Mischbestand, meist Urkunden von Mainzer geistlichen Instituten nach dem lokalen Betreff)
Akten und Rechnungen 1441-1803 sowie Akten der Freiwilligen Gerichtsbarkeit bis 1815 (Provenienz: Vizedomamt Rheingau und Ämter Eltville und Rüdesheim):
Abgaben und Steuern, Adel, Amtsprotokolle 1698-1704 und 1737-1803, auswärtige Beziehungen (Hessen, Nassau, Pfalz), Beamte, Forst und Wald, Gemeindesachen, Gericht und Recht, Grenzen, Haingericht, Handwerk und Gewerbe, Jagd und Fischerei, Juden, Kirche und Pfarreien, Klöster und Stifte, Kriege und Kriegslasten, landesherrliche Güter und Rechte, Landesverwaltung, Mühlen, Rheinuferbau, Schiffahrt, Schulen, Statistik, Straßen, Vermessungen, Weiden und Wiesen, Wein, Zölle und Stapel, Zünfte. Rechnungen: Armen- und Hospitalrechnungen, Bad und Kurverwaltung Schlangenbad ab 1720 bzw. 1709, Haingericht ab 1657, Gemeinden ab 17. Jh., Kellerei Eltville und Rüdesheim ab 1770, Kirchen ab 17. Jh., Krieg 1712-1803, Landschreiberei 1441-1501, 1549-1769, Wein- und Herbstrechnungen ab 1780

Literatur

Rudolf Schatz (Hrsg.), Aloys Schwersmann (Bearb.): Inventar des Aktenarchivs der Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz. Verschiedene Bände.

Friedrich Wilhelm Erich Roth: Fontes rerum Nassoicarum (Geschichtsquellen aus Nassau) 1-4. Wiesbaden 1880-1884.

Paul Richter: Der Rheingau. Eine Wanderung durch seine Geschichte. Wiesbaden 1913.

Barthold Witte: Herrschaft und Land im Rheingau. Meisenheim/Glan 1959.

Findmittel

Repertorium von Domarus, Demandt und Sante, 1937 (masch.)

Akten der Freiwilligen Gerichtsbarkeit (ab 1713): Repertorium, Mitte 19. Jh. (hs.)

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

109,4 m (1511 Urkunden; 91,5 m Akten und Rechnungen)

Deskriptoren

Budenheim

Eltville

Erbach:Rhg.

Frauenstein

Geroldstein

Hallgarten

Hattenheim

Kiedrich

Mittelheim

Martinsthal

Niedergladbach

Niederwalluf

Obergladbach

Oberwalluf

Oestrich

Rauenthal

Schlangenbad

Aßmannshausen

Aulhausen

Eibingen

Espenschied

Geisenheim

Johannisberg

Lorch

Lorchhausen

Presberg

Ransel

Rüdesheim

Stephanshausen

Winkel

Wollmerschied

Rheingau

Informationen / Notizen

Zusatzinformationen

Die mit "Dep." (Deperditum) bezeichneten Verzeichnungen fehlen im Bestand und können nicht vorgelegt werden (11 Verzeichnungen).