HStAM Bestand Urk. 71

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Hospitäler, Schulen und Kellereien [ehemals: Urkunden O II d]

Laufzeit

1337-1692

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Best. 17 II.; Best. 23 c; Best. 40 a; Best. 47; Best. 80; Best. 83; Best. 105 b; Best. 165; Best. 166; Best. 180.

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Die Urkunden gelangten ab 1867 zunächst in Teilen ins Kasseler Regierungsarchiv und von dort ab 1872 ins Staatsarchiv Marburg, wo sie nach Ausstellungsdatum chronologisch aufgestellt wurden.
In den Jahren 2007-2016 wurden die einzelnen Überlieferungen vereinzelt und umverpackt, die Siegel wurden mit Siegeltaschen versehen und die Signaturen wurden auf Numerus Currens umgestellt.

Geschichte des Bestandsbildners

Hospital zu Hanau:
Alt-Hanauer Hospital, erstmals 1334 urkundlich erwähnt. Gegründet um 1320/25 von Graf Ullrich II. 1370 abgebrannt und neu errichtet.Um 1500 Neubau des Hospitals in der Vorstadt. 1609 Errichtung eines 2. Hospitals, diesmal in der Neustadt, 1824 Umwandlung des sogenannten Neustädter Hospitals zu einem Landkrankenhaus.
Sondersiechen zu Hanau:
Leprakrankenhaus, errichtet wohl um 1500.
Welsbergische Pflege:
Stiftung des Amtmannes Paul von Welsberg in Steinau. Derselber hatte dort einige Häuser für Bedürftige gekauft und sein Vermögen in eine Stiftung umgewandelt.
Hospital zu Windecken:
Ersterwähnt 1453, 1668 Umzug in das heutige Gebäude in der Hospitalsgasse. Später wurden die unmittelbar an der Stiftskirche gelegenen Hospitalgebäude an die Stadt Windecken verkauft und dienten längere Zeit als Spritzenhaus.
Schulen zu Hanau:
Nach dem Vorbild der Hohen Schule in Herborn stiftete Graf Philipp Ludwig von Hanau- Münzenberg am 18. Juli 1607 die Hohe Landesschule Hanau als gymnasium illustre. Inhaltlich war die Schule von der reformatorischen Glaubensrichtung geprägt. Eine geplante Umwandlung der Hohen Schule in eine Universität scheiterte. Die Schule existiert heute noch.
Kellerei zu Naumburg:
Die Naumburger Kellerei war eine Mittelbehörde, die zwischen der landesherrlichen Zentralregierung und den Städten und Gemeinen im Lande standen. Neben allgemeinen Verwaltungsaufgaben oblag ihnen insbesondere die Erhebung von Abgaben, während die Rechtssprechung von Centgerichten ausgeübt wurde.
Kellerei zu Windecken:
Die Naumburger Windecken war eine Mittelbehörde, die zwischen der landesherrlichen Zentralregierung und den Städten und Gemeinen im Lande standen. Neben allgemeinen Verwaltungsaufgaben oblag ihnen insbesondere die Erhebung von Abgaben, während die Rechtssprechung von Centgerichten ausgeübt wurde.

Enthält

Hospital zu Hanau
Sondersiechen zu Hanau
Welsbergische Pflege
Hospital zu Windecken
Schulen zu Hanau
Kellerei Naumburg
Kellerei Windecken
Inhaltlich im Wesentlichen Ablassbriefe, Güterverkehr, Privilegienbestätigungen.

Literatur

G. Dehio, Handbuch der Kunstdenkmäler, 5. Bd. Hessen, bearb. von M. Backes, Darmstadt 1966; K.E. Demandt, Die Anfänge der staatlichen Armen. Und Elendenfürsorge in Hessen, in: HessJbLG 30, 1980, S. 176-235; C. Vanja, Die Stiftung der Hohen Hospitäler in Hessen zwischen Mittelalter und Neuzeit, in: Das Hospital am Beginn der Neuzeit, hrsg. von A. Friedrich, F. Heinrich, C. Vanja (Historische Schriftenreihe des Landeswohlfahrtverbandes Hessen Quellen und Studien 11), Petersberg 2004, S. 17-32; A. H. Bury, Hospital – Landkrankenhaus – Stadtkrankenhaus. Geschichtliche Entwicklung bis 1945, in: Neues Magazin für Hanauische Geschichte Bd. 8 (1985), S. 262-278; H. Reimer, Historisches Ortslexikon für Kurhessen (VHKH 14), Marburg 1926; J. Rosenthal, Vom Hospital zum Museum (Windecker Museumshefte 3), Nidderau-Windecken 1998.

Findmittel

Arcinsys-Datenbank

Repertorium Grafschaft Hanau, Fremde Archive, Bd. 4 (Hospitäler, Schulen und Kellereien), angelegt 1895-1896, handschriftlich, 1 Band (Signatur: R 1800).

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

403 Urkunden

Filmkopien

Die Urkunden sind als Mikrofiches verfügbar.

Benutzung

Die Urkunden werden im Original vorgelegt.