HStAM Bestand Urk. 37

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Deutschordenshaus Marburg - [ehemals: A II]

Laufzeit

1145-1786

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Urk. 5 Verträge der Landgrafen [ehemals Urk. A I d]; Urk. 10 Quittungen [ehemals Urk. A I n]; Best. 4 f; Best. 106; Rechn. II/III Marburg; Protokolle II Marburg E; K 278-306, 302-306; H 81-83, 83 b, 243-245.

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Zum Zeitpunkt der Säkularisierung bzw. Aufhebung des Deutschen Ordens (1809) waren die Archivalien der Ballei Hessen und ihrer verschiedenen Kommenden und Kastnereien im wesentlichen im Marburger Balleiarchiv konzentriert. Es gab hier die 'Registratur' für die jüngeren Akten und Rechnungen sowie das eigentliche 'Archiv' mit den Urkunden, älteren Akten etc. Mit der Übernahme der Ordensgüter gingen die örtlichen Archive und Registraturen auf die zunächst zuständigen Domanialverwaltungen über (das Marburger Archiv an die westphälische Domänendirektion Marburg!). In der westphälischen und in der kurhessischen Zeit kam es zu ergiebigen Ablieferungen aus den Marburger Ordensbeständen an das Großherzogtum Hessen (die Ordenshäuser Schiffenberg, Friedberg, Wetzlar und Oberflörsheim betreffend). Das kurhessische Haus- und Staatsarchiv in Kassel übernahm von den 1809 ff. säkularisierten Deutschordensarchivalien zunächst im wesentlichen nur die Urkunden und einige wertvolle Codices, die Akten blieben überwiegend im Gewahrsam der Finanzverwaltung und kamen erst hinzu, als 1872 das nunmehr preußische Staatsarchiv nach Marburg verlegt wurde. Die Urkunden wurden im Staatsarchiv Marburg noch Ende des 19. Jahrhunderts neu geordnet und verzeichnet.
In den Jahren 2007-2016 wurden die einzelnen Überlieferungen vereinzelt und umverpackt, die Siegel wurden mit Siegeltaschen versehen und die Signaturen wurden auf Numerus Currens umgestellt.

Geschichte des Bestandsbildners

Päpstliche Gründung des Deutschen Hauses 1234 zur Weiterführung des Hospitals der Hl. Elisabeth, Mitte des 13. Jahrhunderts Aufstieg zur Ballei Marburg (Anfang des 16. Jahrhunderts Ballei Hessen genannt). Verbindungen zum Landgrafenhaus durch die Wahl des Hermann von Salza zum ersten und des Konrad von Thüringen zum zweiten Hochmeister. Zwischen 1291 und 1309 Sitz des Hochmeisters des Deutschen Ordens. Die Deutschordensballei Hessen (ursprünglich Ballei Marburg) umfaßte (in den späteren Jahrhunderten ihres Bestehens) die Landkommende Marburg als Sitz des Landkomturs sowie die Kommenden Griefstedt (in Thüringen), Schiffenberg (bei Gießen) und Oberflörsheim (in Rheinhessen). Der Marburger Landkommende unterstanden die Kastenhäuser bzw. Kastnereien Fritzlar und Felsberg, Alsfeld, Wetzlar, Friedberg, Gelnhausen, (Schaffnerei) Oberflörsheim. 1809 Aufhebung des Ordens durch Napoleon.

Enthält

Marburg, Deutsch-Orden [Kreis Marburg-Biedenkopf] Urk.archiv der Ballei Marburg (bzw. Hessen) des Deutschen Ordens - enthalten auch die Urk. des Johanniterhauses zu Kirchhain

Literatur

Wilhelm Dersch, Hessisches Klosterbuch (Veröffentlichungen der Historischen Kommission Hessen und Waldeck 12), 2. erg. Auflage, Marburg 1940, S. 108ff.; Arthur Wyss, Hess. Urk.buch 1 Abt.: Urk.buch der Deutschordens-Ballei Hessen 1-3 (Publ. aus den K. Preuß. Staatsarchiven 3, 19, 73) Leipzig 1879-1899 [1207-1399]; Hans-Peter Lachmann, Hermann Langkabel (Bearb.), Der Deutsche Orden in Hessen (700 Jahre Elisabethkirche in Marburg. 1283-1983, Katalog 5), Marburg 1983; Ursula Braasch-Schwersmann, Das Deutschordenshaus Marburg. Wirtschaft und Verwaltung einer spätmittelalterlichen Grundherrschaft (Untersuchungen und Materialien zur Verfassungs- und Landesgeschichte 11), Marburg 1989; Katharina Schaal, Das Deutschordenshaus Marburg in der Reformationszeit. Der Säkularisationsversuch und die Inventare von 1543 (Untersuchungen und Materialien zur Verfassungs- und Landesgeschichte 15), Marburg 1996.

Findmittel

Arcinsys-Datenbank

1. Repertorium Deutsch-Orden Marburg, angelegt im Jahre 1894, handschriftlich, 4 Bände (Signatur: R 1395-1398).
2. Register von Marburger Einwohnern aus dem Repertorium Deutsch-Orden Marburg Band 4, angelegt im Jahre 1963, maschinenschriftlich, 1 Heft (Signatur: R 1399).
3. Regesten Brieger Deutsch-Orden Marburg, angelegt im Jahre 1924, handschriftlich, Zettelsammlung (Signatur: R 1400).
4. Zettelregister Deutsch-Orden Marburg, angelegt um das Jahr 1938, handschriftlich, 2 Zettelkästen (Signatur: R 1401-1402).

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

4628 Urkunden

Filmkopien

Die Urkunden sind als Mikrofiches verfügbar.

Benutzung

Die Urkunden werden im Original vorgelegt.