HStAM Bestand Urk. 77

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Klöster, Propsteien, Stifte [ehemals: Urkunden R II]

Laufzeit

1018-1800

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Urk. 13 Generalrepertorium [ehemals Urk. A I t]; Urk. 75 Fulda; Reichsabtei; Stift [ehemals Urk. R I a]; Urk. 76 Fulda; Lehenreverse [ehemals Urk. R I b]; Urk. 78 Fulda; Kirchen; Hospitäler usw. [ehemals Urk. R III-IV]; Urk. 79 Fulda; Gerichte; Orte usw. [ehemals Urk. R V-VIII]; Urk. 80 Fulda; Adelsarchive [ehemals Urk. R IX]; Best. 90; Best. 91; Best. 92; Best. 93; Best. 94; Best. 95; Best. 96; Best. 97; Best. 100; Best. 101; Best. 102; Best. 103; Best. 330 Stadt Fulda; K 424-485; L65-72; R VIII Stadt Fulda; Protokolle Fulda A-C; Rechnungen II / III Fulda; Kat. I-II Fulda.

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Als Ergebnis der Säkularisation gelangte das Territorium des Großherzogtums Fulda samt seinem Archiv an Kurhessen. Anstelle des Fuldaer Klosterarchivs wurde 1816 ein hessisches Regierungs-archiv in Fulda eingerichtet, das der kurfürstlichen Provinzialregierung unterstand und dort durch die Landesbibliothek Fulda mitverwaltet wurde. Nach der Annexion Hessens durch das Königreich Preußen im Jahr 1866 und der sich anschließenden Reorganisation der hessischen Archivverwaltung wurde das Regierungsarchiv in das neu gegründete Preußische Staatsarchiv Marburg überführt und dort nach Ausstellungsdatum chronologisch aufgestellt. Zunächst lagerte das ehemalige Klosterarchiv im Marburger Landgrafenschloss, das seit 1870 als Preußisches Staatsarchiv diente, wurde dann aber 1938 in den Neubau des Staatsarchivs Marburg, den heutigen Lagerungsort, überführt. Die heute in Marburg befindlichen Bestände Urk. 75-80 enthalten die Masse der urkundlichen Überlieferung, verschiedene Teile wurden in den Wirren seit dem 19. Jahrhundert allerdings zerstreut. Sie befinden sich heute in der Bibliothek des Priesterseminars Fulda, dem dortigen Stadtarchiv sowie der Hochschul- und Landesbibliothek Fulda.
In den Jahren 2007-2016 wurden die einzelnen Überlieferungen vereinzelt und umverpackt, die Siegel wurden mit Siegeltaschen versehen und die Signaturen wurden auf Numerus Currens umgestellt.

Geschichte des Bestandsbildners

Bei den Bestandsbildnern handelt es sich um verschiedene Klöster, Propsteien und Stifte des Territoriums (der Reichsabtei bzw. des Fürstbistums) Fulda, darunter die in und bei Fulda gelegenen Propsteien Frauenberg, Michaelsberg, Neuenberg und Petersberg, verschiedene Konvente, Bruderschaften und andere Ordensorganisationen (z.B. Jesuiten) der Stadt Fulda, sowie entferntere Einrichtungen wie die Stifte Hünfeld und Großburschla mit engen Verbindungen zum Stift Fulda.

Enthält

Propstei Abterode
Kloster Blankenau
Propstei Frauenberg
Bruderschaften (Bonifacius-Bruderschaft, Liebfrauen-Bruderschaft, Erlöser-Bruderschaft, Kalandsbruderschaft, Fronfasten-Bruderschaft, Fronleichnams-Bruderschaft, Weidenhauer-Bruderschaft)
Konvent St. Bonifacii
Konvent St. Salvatoris
Kapitular-Archiv
Jesuiten
Teritiarierinnen
Stift Großburschla
Stift Hünfeld
Propstei Johannesberg
Propstei Michaelsberg
Propstei Neuenberg
Propstei Petersberg
Stift Rasdorf
Stift Salmünster
Propstei Sannerz
Inhaltlich enthält der Bestand vor allem Mandate, Privilegien, Güter- und Lehensgeschäfte, Verschreibungen, Stiftungen und Indulgenzen.

Literatur

W. Dersch, Hessisches Klosterbuch (VHKH 12), Marburg 2000, S. 41ff.; A. Hofemann, Studien zur Entwicklung des Territoriums der Reichsabtei Fulda und seiner Ämter (Schriften des Hessischen Landesamts für geschichtliche Landeskunde 25), Marburg 1958; W. Breul-Kunkel, Herrschaftskrise und Reformation, die Reichsabteien Fulda und Hersfeld 1500-1525, Gütersloh 2000; Jäger, Das geistliche Fürstentum Fulda in der frühen Neuzeit: Landesherrschaft, Landstände und fürstliche Verwaltung (Schriften des Hessischen Landesamts für geschichtliche Landeskunde 39), Marburg 1986; Germania Benedictina, Bd. VII: Die benediktinischen Mönchs- und Nonnenklöster in Hessen. In Verbindung mit R. E. Schwerdtfeger bearbeitet von F. Jürgensmeier und F. Büll, München 2004, S. 213-511; W. Heinemeyer, 1250 Jahre Fulda, in: W. Heinemeyer, B. Jäger (Hg.): Fulda in seiner Geschichte. Landschaft, Reichsabtei, Stadt, Fulda 1995 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen Bd. 57), S. 9-24; U. Hussong, Die Reichsabtei Fulda im frühen und hohen Mittelalter. Mit einem Ausblick auf das späte Mittelalter, in: W. Heinemeyer, B. Jäger (Hg.): Fulda in seiner Geschichte. Landschaft, Reichsabtei, Stadt, Fulda 1995 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen Bd. 57), S. 89-180; U. Hussong, Studien zur Geschichte der Reichsabtei Fulda bis zur Jahrtausendwende, Erster Teil, in: Archiv für Diplomatik 31 (1985), S. 1-225; Zweiter Teil, in: Archiv für Diplomatik 32 (1986), S. 129-304; J. Leinweber, Die Fuldaer Äbte und Bischöfe, Frankfurt am Main 1989; R. Polley, Die Beziehungen zwischen Hessen und dem Hochstift Fulda, in: J. Berthold (Hg.), Fulda im alten Reich, Fulda 1996, S. 169-201; H. W. Koch, Kloster Frauenberg in Fulda, Petersberg 2009; G. Kohlstedt, Die Benediktinerpropstei und das spätere Kollegiatstift Großburschla an der Werra (9. Jahrhundert bis 1650), Leipzig 1965; W. Kiefer, Das Kollegiatstift zum Hl. Kreuz in Hünfeld. Archivalische Quellen zu seiner Geschichte, in: Fuldaer Geschichtsblätter 73 (1997), S. 65-72; G. Stein (Hg.), 1200 Jahre Johannesberg: vom Nebenkloster zum Stadtteil von Fulda, Petersberg 2011; W. Kathrein, Mons Sancti Petri: Zur Geschichte von Kloster, Propstei und Pfarrei auf dem Fuldaer Petersberg, in: Jahrbuch für mitteldeutsche Kirchen –und Ordensgeschichte 9 (2013), S. 113-126.

Findmittel

Arcinsys-Datenbank

Repertorium Reichsabtei Fulda: Klöster, Propsteien und Stifte, angelegt 1893, handschriftlich, 1 Band (Signatur: R 1814).

Repertorium Reichsabtei Fulda: Stifte, Kirchen, Hospitäler, Stiftungen, Seminar, Universität, Gerichte, Ritterschaft, Stadt Fulda, angelegt 1893, handschriftlich, 1 Band (Signatur: R 1815).

Repertorium Reichsabtei Fulda: Orte (Verzeichnis der Fuldaer Urkunden, nach Orten geordnet), angelegt bald nach 1802, handschriftlich, 2 Bände (Signatur: R 1817-1818).

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

1359 Urkunden

Filmkopien

Die Urkunden sind als Mikrofiches verfügbar.

Benutzung

Die Urkunden sind als Digitalisate in Arcinsys verfügbar.