HStAM Bestand 23 b

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Alte Landräte

Laufzeit

1774-1798

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners

Die im Testament Wilhelms IV. erstmals gebrauchte Bezeichnung Landräte meinte als Räte von Haus aus bestallte Landvögte und Amtmänner, die im Bedarfsfall zu den Regierungsgeschäften herangezogen werden konnten. Mit wechselnden Funktionen wird der Titel auch im 17. und 18. Jahhrundert gebraucht, aber erst auf Drängen von Landgraf Friedrich II., der das preußische Vorbild vor Augen hatte, beschlossen die Landstände auf dem Konvokationstag von 1773/74 die Wahl von Vertretern der Ritterschaft als Landräte für die fünf Stromgebiete Fulda, Werra, Schwalm, Lahn und Diemel sowie für die Grafschaft Schaumburg und die Herrschaft Schmalkalden. Nach der Eingliederungder Grafschaft Hanau in die Landgrafschaft 1785 wurde auch dort ein Landrat ernannt. Dagegen scheiterte die Ernennung eines Landrats für die Niedergrafschaft Katzenelnbogen am Einspruch der Landgrafen von Hessen-Rheinfels-Rotenburg. Die Aufgabe der Landräte war Förderung des Ackerbaus und Beaufsichtigung des Rechnungs- und Schuldenwesens der Gemeinden und aller Kontributionserhebungen. Daneben besaßen sie Polizeifunktionen, aber keine Jurisdiktionsgewalt. Auf dem Landtage 1797/98 wurde die Institution der Landräte wieder aufgehoben.

Enthält

Der Bestand enthält im nennenswerten Umfang nur Überlieferung des Landrats an der Lahn sowie Überlieferungsfragmente der Landräte an Diemel und Fulda.

Literatur

Dülfer, Kurt: Gesamtübersicht

Kopp, U. F.: Von Landräten vorzügl. im Hess.-Casselischen, in: v. Berg, Teutsches Staatsmagazin, I, Göttingen 1796, S. 108 ff., S. 258 ff.

Findmittel

unverzeichnet

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

1,5 m