HStAD Bestand B 1

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Urkunden des Großherzoglich-Hessischen Hauses

Laufzeit

(1241) 1319 - 1894

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Der Bestand wurde im wesentlichen seit 1850 durch Ludwig Baur aus den - teilweise schon vorher gesondert gelagerten - Pergamenturkunden des Großherzoglichen Hausarchivs sowie weiteren zugehörigen Stücken gebildet. Bis zum Ende der Monarchie wurde der Bestand ständig durch Niederlegung der persönlichen Urkunden der Großherzöge und ihrer Familie ergänzt. Mit dem 1919 geschlossenen Vertrag zwischen der Großherzoglichen Kabinettsdirektion und dem damaligen Haus- und Staatsarchiv ging das Hausarchiv in das gemeinsame Eigentum des Volksstaats Hessen und des Großherzoglichen Hauses über. Eindeutige Familienangelegenheiten des Hauses wurden danach dem im Privateigentum verbliebenen Familienarchiv zugewiesen, während die staatliche Überlieferung des Hausarchivs zum unwiderruflichen Depositum des Staatsarchivs erklärt wurde. Die Pergamenturkunden verblieben überwiegend im Hausarchiv, wurden in nicht immer einsichtiger Abgrenzung aber auch dem Familienarchiv zugewiesen. Auf dieser Rechtsgrundlage verzeichnete Julius Reinhard Dieterich in den zwanziger Jahren die Urkunden des Hausarchivs. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Urkundenbestand im Salzbergwerk Kochendorf am Neckar ausgelagert und blieb deshalb erhalten. Einige Prunkurkunden, die den Akten des Hausarchivs zugeordnet waren und wegen ihres Überformats neben den Konvolutkartons standen, sind mit den im Schloss verbliebenen Archivalien 1944 den Folgen des Bombenangriffs zum Opfer gefallen. Durch die Ausgliederung des Provenienzbestandes 'Urkunden Hanau-Lichtenberg' (B 2) und eine Zuordnung rheinhessischer Provenienzen an die Abteilung A 2 wurde der Bestand weiter dezimiert. Die verbliebenen 672 Urkunden sind unter Einbeziehung der im Familienarchiv gelagerten Urkunden in den Jahren 1987-1992 von Jürgen Rainer Wolf neu verzeichnet worden. Dabei wurde die alte Sachgruppengliederung aufgegeben. 1997 Erwerb eines Adelsdiploms Großherzog Ludwigs IV. von 1883 für den morganatischen Sohn des Prinzen Heinrich v. Hessen und bei Rhein (Nr. 673).

Enthält

Der Bestand enthält vor allem Urkunden (u.a. Verträge, Vergleiche, Testamente, Heiratsberedungen, Wittumsbestellungen, Privilegien, Inventare und Quittungen) der Landgrafen v. Thüringen und ihrer Nebenlinien, der Grafen von Wildungen, dann der Grafen v. Ziegenhain, der Landgrafen v. Hessen vor Philipp, des Landgrafen Philipp des Großmütigen und seiner vier Söhne Wilhelms IV. zu Kassel, Ludwigs IV. zu Marburg, Philipps II. zu Rheinfels und Georgs I. zu Darmstadt, der Grafen v. Diez, der Landgrafen v. Hessen-Darmstadt mit Hessen-Butzbach und anderen Nebenlinien; sodann Verträge mit den Landgrafen von Hessen-Kassel, Ahnenproben für die Landgrafen Wilhelm, Friedrich und Christian v. Hessen-Rotenburg-Wanfried, Verträge der Landgrafen v. Hessen-Homburg sowie Erbverbrüderungen und Erbvereinigungen zwischen den Landgrafen v. Hessen, den Herzögen v. Sachsen und den Markgrafen v. Brandenburg.

Findmittel

Online-Datenbank (HADIS)

Gedrucktes Findbuch mit Vorbemerkung (chronologisch angelegte Urkundenregesten, mit Index): Abteilung B 1: Urkunden des Großherzoglich Hessischen Hausarchivs, bearb. von Jürgen Rainer Wolf, Darmstadt 1995 (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 37).

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

16,75 m, 673 Stück

Referent

Lars Adler

Benutzung

Der Bestand kann teilweise in HADIS über verknüpfte Digitalisate benutzt werden. Aufruf der Digitalisate: In der Listenansicht der Titelaufnahmen durch Anklicken des roten Pfeils 'Details' (ganz rechts) zur Detailansicht wechseln. Dort in der obersten grauen Leiste ganz rechts auf den Button 'Media' klicken. HINWEIS: Da ein großer Teil der Urkunden von Sicherungsfilmen mit häufig unbefriedigender Aufnahmequalität digitalisiert wurde und außerdem die Auflösung für das Internet auf ein Standardmaß reduziert wird, sind viele der hier abrufbaren Digitalisate für eine vollständige Auswertung der Urkunden nicht ausreichend. Hausintern stehen jedoch Digitalisate in besserer Qualität zur Verfügung. Die Scans vom Mikrofilm werden sukzessive durch Aufnahmen vom Original ersetzt.