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Description: Fonds series

Identification (short)

Title 

Lokale Bergverwaltung (Bergreviere)

Fonds data

Custodial history 

In den Jahren 1968 und 1988 erfolgten vier größere Ablieferungen des Bergamtes Weilburg an das Hessische Hauptstaatsarchiv (Zugg. 39/1968, 41/1968, 68/1968 und 28/1988). Dabei enthielt der Zugang 68/1968 auch Akten des Bergreviers Dillenburg. Wahrscheinlich schon um die Jahrhundertwende waren mehrere Ablieferungen kleineren Umfangs von verschiedenen Behörden der Bergverwaltung erfolgt: Bergrevier Dillenburg, Bergrevier Wiesbaden, Bergschule Dillenburg, Bergrevier Diez, Berginspektion Weilburg, Berginspektion Dillenburg sowie von dem Bergrevier Wetzlar.
Die Akten der Behörden der unteren Bergverwaltung wurden in der Abteilung 426 zusammengefasst:
426/1 Bergrevier Dillenburg
426/2 Bergrevier Weilburg
426/3 Bergrevier Wiesbaden
426/4 Bergschule Dillenburg
426/5 Bergrevier Diez
426/6 Berginspektion Weilburg
426/7 Berginspektion Dillenburg
426/8 Bergrevier Wetzlar.
Die unteren Bergbehörden wurden in der nassauischen Zeit als Bergmeistereien, in der preußischen Zeit als Bergreviere und in der hessischen Zeit als Bergämter bezeichnet.
Die Überarbeitung und teilweise Neuverzeichnung der Zugänge der Abteilung 426/1-8 bis zum Jahr 1968 wurde von Frau Haberkorn und Frau Schuster 1984 durchgeführt. Die Verzeichnung des Zugangs 28/1988 sowie die Überarbeitung des gesamten Bestandes erfolgte 1992 durch die Inspektoranwärterin Sandra Heckmann unter Anleitung von Dr. Bernhard Post. Die Akten des Bergamtes Weilburg, die den Hauptteil des Bestandes ausmachen, lassen noch deutlich preußische Traditionen erkennen. Sie wurden liegend aufbewahrt und sind noch bis in die siebziger Jahre mit Aktenschwänzen versehen.

History of creator 

Im Herzogtum Nassau bestanden durch Verordnung vom 4.10.1826 die zwei Bergmeistereien Diez und Dillenburg. Durch Verordnung vom 21.11.1842 wurde wegen der Zunahme des Bergbaus eine dritte Bergmeisterei in Weilburg geschaffen. Im Jahre 1857 wurde durch Verordnung vom 12. August zusätzlich die Bergmeisterei Wiesbaden neu gebildet. Nach der Annektion des Herzogtums Nassau durch Preußen wurde am 22.2.1867 das preußische Berggesetz im ehemaligen Herzogtum Nassau, den mit Preußen vereinigten Landesteilen der Provinz Oberhessen und der vormaligen Landgrafschaft Hessen-Homburg eingeführt. Die Zuständigkeit des Oberbergamtes Bonn wurde durch die Verordnung vom 6.3.1867 auf die eben genannten Gebiete ausgedehnt. Zu den vier Bergrevieren Diez, Dillenburg, Weilburg und Wiesbaden aus der nassauischen Zeit wurde das Bergrevier Wetzlar als fünftes geschaffen. Dazu kamen noch die zwei Berginspektionen Dillenburg und Weilburg, die für den fiskalischen Grubenbetrieb zuständig waren. Die Aufgaben der Bergrevierbeamten erstreckten sich vor allem auf die Annahme und Instruktion der Mutungen, die Führung der Mutungsübersichtskarten sowie bergpolizeiliche Aufgaben und die Wahrnehmung der Gewerbeaufsicht. Mit der Bildung des Landes Groß-Hessen am 1.10.1945 wurde das Bergamt Darmstadt aufgelöst und dessen Zuständigkeit dem Bergamt Weilburg übergeben. Die Akten des Bergamtes Darmstadt wurden dementsprechend an das Bergamt Weilburg abgegeben.

Includes 

Inhaltlich handelt es sich überwiegend um die Anmeldung von Wasserbohrungen, technische Überprüfungen von Grubenanlagen, Seilfahrtanlagen und Sprengmittellagern sowie um Jahresberichte und Unfallstatistiken des Bergamtes. Besonders hervorzuheben sind die Gutachten und Pläne zum Frankfurter U-Bahn-Bau.

Literature 

G. Einecke: Der Bergbau u. Hüttenbetrieb im Lahn- und Dillgebiet und in Oberhessen. Eine Wirtschaftsgeschichte im Auftrag des Berg- und hüttenmännischen Vereins zu Wetzlar aus Anlaß seines 50jährigen Bestehens... Wetzlar 1932.

Rolf Georg, R. Haus, K. Porzeg: Eisenerzbergbau in Hessen. Historische Fotodokumente mit Erläuterungen 1870-1983. Wetzlar 1986 (2. überarb. Auflage).

Karl Wiegand: Chronik des hessischen Bergbaus. Kassel 1956.

Bergbehörden und Bergbau in Hessen. München 1995.

Finding aids 

Findbuch von Sandra Heckmann, 1992

Online-Datenbank (Arcinsys)