HHStAW Fonds 1311

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Description: Fonds

Identification (short)

Title 

Eduard Bernhard

Life span 

1972-2007

Fonds data

Custodial history 

Zugang 39/2016, Schenkung durch die Familie

History of creator 

Eduard Bernhard (1926-2007) galt als einer der führenden Umweltaktivisten in Deutschland. Seine mehr als vierzigjährige ehrenamtliche Tätigkeit für den Schutz der Wälder, gegen die Nutzung von Atom- und Kohleenergie sowie den Ausbau mehrerer Autobahnen machte ihn auf Landes- und Bundesebene zu einer anerkannten Größe der Umweltbewegung. Durch seine Arbeit beim Shell-Konzern tätig, zuletzt als stellvertretender Betriebsleiter eines Großtanklagers, war Bernhard mit den internen Strukturen seiner umweltpolitischen Gegner gut vertraut. Mit großer Beharrlichkeit wirkte er nicht nur im lokalen Umfeld seines Wohnortes im fränkischen Kleinostheim sondern insbesondere gegen die hessischen Atomstandorte in Biblis und Hanau sowie den Ausbau des Frankfurter Flughafens. Als bemerkenswertester Erfolg gilt sein Beitrag zur Stilllegung der Atomanlagen in Hanau. Bernhards Leistungen werden insbesondere durch den 2009 vom BUND Hessen gestifteten und jährlich verliehenen Eduard-Bernhard-Preis gewürdigt.
Eduard Bernhard war über 20 Jahre hinweg Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz, u.a. dessen energiepolitischer Sprecher, und wirkte bis kurz vor seinem Tode im BUND, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, dem Bund Naturschutz in Bayern, dem Arbeitskreis Umwelt Gronau sowie als Mitglied der Störfall-Kommission für Industrieabfälle des Deutschen Bundestages. Als Mitglied des Dachverbands der kritischen Aktionäre agierte er zudem öffentlichkeitswirksam bei Hauptaktionärsversammlungen von Energie- und Chemiekonzernen.

Includes 

Schriftverkehr mit Behörden und Interessenverbänden

Materialsammlungen zu umweltrelevanten Themen

Finding aids 

Online-Datenbank (Arcinsys)

Further information (fonds)

Extent 

12,00 lfm (210 Nummern)

Person in charge 

Albina Mayer-Hungershausen, 2016

Access 

Nutzung nach dem Hessischen Archivgesetz