HStAM Bestand 917

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Offenbach, Landkreis

Laufzeit

1876 - 1986

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Übersicht der digitalisierten Personenstandsnebenregister

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Die Personenstandszweitbücher des Kreises Offenbach wurden im Dezember 2010 an das Personenstandsarchiv in Neustadt abgegeben. Weitere Akzessionen mit den Folgejahrgängen erfolgten im Juni 2011, im Januar 2012, im März 2013, im Januar 2014, im Februar 2015, im März 2016 und im Januar 2017.
Zum 1.10.2013 wurden die Aufgaben des Standesamts Dietzenbach im Wege der interkommunalen Zusammenarbeit dem Standesamt der Stadtverwaltung Offenbach/Main übertragen, so dass die Zweitbücher ab Jahrgang 1903/1933/1983 im Bestand 918 Stadt Offenbach geführt werden. Die Nebenregister bis 1902/1932/1982 verbleiben im Bestand 917.

Geschichte des Bestandsbildners

Aus den Landratsbezirken Seligenstadt (1821 entstanden), Offenbach (1823 entstanden), sowie Teilen des Landratsbezirkes Langen (1821 entstanden), wurde in der Provinz Starkenburg des Großherzogtums Hessen durch Organisationsedikt zum 20. August 1832 der Kreis Offenbach mit Verwaltungssitz Offenbach eingerichtet.
1848 wurde der Kreis Offenbach aufgelöst und in den neu gebildeten Regierungsbezirk Darmstadt eingegliedert, der jedoch nur vier Jahre Bestand hatte.
1852 umfasste der nun wieder als Landkreis Offenbach bezeichnete Verwaltungsbezirk 33 Kommunen: Bieber, Bürgel, Dietesheim, Dietzenbach, Stadt Dreieichenhain, Dudenhofen, Egelsbach, Froschhausen, Götzenhain, Stadt Groß-Steinheim, Hainhausen, Hainstadt, Hausen, Heusenstamm, Jügesheim, Klein-Auheim, Klein-Krotzenburg, Klein-Steinheim, Klein-Welzheim, Lämmerspiel, Langen, Mainflingen, Mühlheim, Neu-Isenburg, Obertshausen, Stadt Offenbach, Offenthal, Philippseich, Rembrücken, Stadt Seligenstadt, Sprendlingen, Weißkirchen, Zellhausen.
Am 3.12.1866 wurde die Gemeinde Rumpenheim aus dem Kreis Hanau aus- und in den Kreis Offenbach eingegliedert.
Aus dem aufgelösten Kreis Vilbel wurde am 1.7.1874 die Gemeinde Steinbach in den Kreis Offenbach eingegliedert.
1883 erhielt Langen Stadtrechte.
1894 erhielt Neu-Isenburg Stadtrechte.
1905 wurden 121,84 ha von der fiskalischen Gemarkung Mitteldick abgetrennt und zur selbständigen Gemarkung erklärt; am 15.4.1913 wurde sie als selbständige Gemeinde Buchschlag neu gebildet (vorher gehörte sie zur Stadt Langen, wo von 1905-1913 auch die Beurkundungen der Geburten, Heiraten und Sterbefälle zu finden sind).
Nachdem 1936 erste Häuser für Besatzungsangehörige und Mitarbeiter der Deutschen Zeppelin-Reederei errichtet worden waren, wurde die Gemeinde Zeppelinheim am 1.1.1938 als selbständige Gemeinde aus Teilen der Gemarkungen Mitteldick und Grunwald sowie Kelsterbach neu gebildet. Götzenhain gliederte am 1.4.1937 die Gemeinde Philippseich ein.
Die Stadt Offenbach am Main gemeindete 1938 die Kreisgemeinden Bieber und Bürgel ein und wurde im gleichen Jahr zu einem selbständigen Stadtkreis erklärt (1.11.1938, unter der Bezeichnung 'kreisfreie Stadt' seit 1952). Verwaltungssitz des Landkreises blieb jedoch weiterhin die Stadt Offenbach.
Am 1.4.1939 schlossen sich die Gemeinden Mühlheim und Dietesheim zur Stadt Mühlheim am Main zusammen.
Mit der Eingemeindung von Rumpenheim in die Stadt Offenbach schied die Gemeinde 1942 aus dem Kreisverband aus.
Am 1.4.1947 wurde die Gemeinde Steinbach am Taunus aus dem Kreis Offenbach aus- und in den Obertaunuskreis eingegliedert.
1959 erhielt Heusenstamm Stadtrechte.
Mit Wirkung vom 1.4.1964 wurde der Wohnplatz Büchenhöfe als Gemeindeteil von Egelsbach benannt.
Dietzenbach erhielt 1970 Stadtrechte.
Mit der Eingemeindung der Stadt Steinheim und der Gemeinde Klein-Auheim in die Stadt Hanau wurden diese Kommunen 1974 in den Main-Kinzig-Kreis ausgegliedert.
Das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Offenbach vom 26.6.1974 läutete die kommunale Gebietsreform im Landkreis ein. Am 1.1.1977 trat es in Kraft und führte zu zahlreichen Veränderungen: Die Gemeinde Lämmerspiel wurde in die Stadt Mühlheim (Main) eingegliedert (§1). Die Gemeinden Hausen und Obertshausen wurden zu einer Gemeinde 'Hausen' zusammengeschlossen (§2). Die Gemeinden Hainstadt und Klein-Krotzenburg wurden zu einer Gemeinde, Hainburg, zusammengeschlossen (§3). Die Gemeinden Froschhausen und Klein-Welzheim wurden in die Stadt Seligenstadt eingegliedert (§4). Die Gemeinden Mainflingen und Zellhausen wurden zu einer Gemeinde, Mainhausen, zusammengeschlossen (§5). Die Gemeinden Dudenhofen, Hainhausen, Jügesheim und Weiskirchen sowie die Gemeinde Nieder-Roden aus dem Landkreis Dieburg wurden zu einer Gemeinde, Rodgau, zusammengeschlossen (§6). Die Gemeinden Ober-Roden und Urberach aus dem Landkreis Dieburg wurden zu einer Gemeinde, Rödermark, im Landkreis Offenbach zusammengeschlossen (§7 und §14). Gleichwohl bestanden bis 1994 noch die Standesämter Ober-Roden und Urberach weiter; das Standesamt Rödermark wurde erst 1995 eingerichtet. Die Gemeinde Rembrücken wurde in die Stadt Heusenstamm eingegliedert (§8). Die Städte Dreieichenhain und Sprendlingen sowie die Gemeinden Buchschlag, Götzenhain und Offenthal wurden zu einer Stadt, Dreieich, zusammengeschlossen (§9). Die Gemeinde Zeppelinheim wurde in die Stadt Neu-Isenburg eingemeindet (§11). Zudem wurden einige Flurstücke umgegliedert (vgl. §§ 8-13).
Zum 1.1.1978 wurde die Gemeinde Hausen in 'Obertshausen' umbenannt, der mit Wirkung vom 29.9.1979 die Stadtrechte verliehen wurden. 1979 wurden ebenfalls der Gemeinde Rodgau die Stadtrechte verliehen; zum 23.8.1980 auch Rödermark.
Im Jahr 2002 verlegte der Landkreis Offenbach seinen Verwaltungssitz von Offenbach nach Dietzenbach.

Enthält

34 Standesämter
Geburtsnebenregister 1876-1906
Heiratsnebenregister 1876-1936
Sterbenebenregister 1876-1986

Literatur

Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Offenbach vom 26. Juni 1974, GVBl. I Nr. 22, S. 316-318.

Grossherzogliche Centralstelle für die Landesstatistik (Hrsg.): Alphabetisches Verzeichniss der Wohnplätze im Grossherzogthum Hessen. Dritte, völlig umgearbeitete Auflage, Darmstadt 1877.

Hessisches Statistisches Landesamt (Hrsg.), Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen. Heft 2: Gebietsänderungen der hessischen Gemeinden und Kreise 1834 bis 1967, Wiesbaden, o.J..

Historisches Ortslexikon Hessen

Hans Georg Ruppel (Bearb.), Historisches Ortsverzeichnis für das Gebiet des ehem. Großherzogtums und Volksstaats Hessen mit Nachweis der Kreis- und Gerichtszugehörigkeit von 1820 bis zu den Veränderungen im Zuge der kommunalen Gebietsreform, Darmstadt 1976.

Findmittel

Arcinsys-Datenbank

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

36,08 MM; 1106 Bände

Referent

Frau Dr. Marx-Jaskulski

Informationen / Notizen

Zusatzinformationen

Letzte Aktualisierung: 16.03.2017