ISG FFM Fonds S8-1

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Description: Fonds

Identification (short)

Title 

Kartensammlung nach Formaten I (Mittelformate)

Life span 

(1415), 1550-2019

Fonds data

Custodial history 

Die Kartensammlung entstand im Jahr 1755, als die verschiedenen Pläne und Risse von den Lagerstätten in den Magazinräumen zusammengetragen und vereint wurden. 1810 erfolgte eine Revision und Neuordnung des Bestandes. Schon im 19. Jahrhundert wurden einige Karten, besonders die bau- oder kunstgeschichtlich Interessanten dem Historischen Museum der Stadt Frankfurt überlassen. Eine erneute Revision wurde 1892 vorgenommen, 1910 wiederum eine Neuordnung. Die bis 1943 neu hinzukommenden Pläne wurden eher kursorisch als systematisch in den alten Findmitteln nachgetragen. Das Kartenverzeichnis wuchs so auf über 500 Nummern mit einer allerdings sehr viel größeren Anzahl an zugehörigen Blättern, so daß die alte Kartensammlung mehrere tausend Stück umfaßte.
Nur etwa ein Zehntel der Sammlung überstand den Krieg. Der Neuaufbau erfolgte durch gezielte Ankäufe, Abgabe von Ämtern, Schenkungen und zum Teil durch Ergänzungen aus der Dublettensammlung des Historischen Museums.

Die Kartensammlung versammelt Materialien zur Entwicklung der Stadt Frankfurt einschließlich der nahen Umgebung. Da die Frankfurter Bauakten fast komplett vernichtet wurden, gibt es eine nur rudimentäre Überlieferung zu Privatbauten der Vorkriegszeit. Einen gewissen Ersatz können die ursprünglich von den Stadtwerken, ab 1998 Mainova AG, verwalteten Bewässerungspläne bieten, die 2001 vom Institut für Stadtgeschichte übernommen wurden.
Die Kartensammlung speist sich heute aus den Abgaben städtischer Grün-, Bau- und Planungsämter sowie von Stadtvermessungs- und Katasteramt. Zukäufe füllen Lücken im Bereich der älteren Überlieferung.

Wichtige Bestandteile der Kartensammlung sind:
Topografische Karten 1:25000, Laufzeit 1867 ff., ca. 500 Blätter. Wichtigstes Kartenwerk zur Entwicklung der Frankfurter Umgebung. Benutzbar durch Übersichtsblatt am Anfang des Bestandes.

Archiv des Bundes tätiger Altstadtfreunde, Laufzeit 1924-44, 540 Baupläne von 150 bedeutenden, zum großen Teil im Krieg untergegangenen Gebäuden der Frankfurter Alt- und Innenstadt, die als Auftragsarbeit der Altstadtfreunde von den Architekten Mehs und Knabenschuh überwiegend in den 40er Jahren gezeichnet wurden.
Zugang: Archiv des Bundes tätiger Altstadtfreunde/45/1967

Archiv der 1870 unter dem Namen Israel Schmidt & Söhne gegründeten Immobilienfirma Dröll und Scheuermann. Der Bestand umfasst Gebäudepläne, der von der Firma vermittelten Bauten, in der Regel Grundrisse.
Zugang: Dröll und Scheuermann: IV/2000

Zeichnerischer Nachlaß der Architekten Heinrich Klöß (Laufzeit 1904-49, 330 Bll.), Karl Oberle (Laufzeit 1890-1925, 220 Bll.)
Zugänge:
Klöß/III/9/1992
Oberle/II/479/1985

Literature 

Ritter, H.: Die alten Frankfurter Stadtpläne, in: Frankfurt am Main 1886-1910. Ein Führer durch seine Bauten, Frankfurt 1910, S. 27 ff. - Neunhöfer, Emilie: Beiträge zur Geschichte der Karten des Rhein-Main-Gebietes. Diss. Frankfurt 1933. - Ehrlich, Wilfried: "nach besten synnen und vernunften". Geschichte der Stadtvermessung in Frankfurt am Main. Frankfurt 1987. - Klötzer, Wolfgang: Frankfurts Entwicklung im Kartenbild, in: Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst 60 (1985), S. 36 ff.

Finding aids 

Findbücher für die untergegangene alte Kartensammlung: Rep. 281, 282
Findmittel für die aktuelle Sammlung: Archivdatenbank, Übersichtsblätter, vorläufige Übersichten

Further information (fonds)

Extent 

8097 Verzeichnungseinheiten, ca. 19000 Blätter (Stand 2022)

Access 

Lagerort: TM, MG, BO